Via Dinarica HR-B-02 Ćićarija

Ćićarija

Via Dinarica HR-B-02

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Die Ćićarija ist ein Gebirge, das die istrische Halbinsel von der Ostseite abgrenzt. Im Unterschied zur Učka, welche ein hohes, aber enges und flächenmäßig kleines Gebirge ist, ist die Ćićarija ein weites Höhengebiet – etwa 30 km lang und etwa 15 km breit, das sich von der slowenischen Grenze bis zum Pass Poklon erstreckt. In Slowenien bindet sich das Slavnik-Gebirge an die Ćićarija an. Besonders interessant ist die Tatsache, dass sich die Ćićarija von istrischer Seite her, eindeutiger als alle anderen Gebirge in Kroatien, in Form von senkrechten Felstreppen erhebt, die mit weiten Hochebenen abwechseln, sodass man aus Istrien nicht die Gipfel der Ćićarija, sondern nur die Felsen der ersten Treppe sieht. Die Berghänge auf der Inlandsseite sind sanfter, waldiger und schließen sich an des Berggebiet im Hinterland Rijekas an (Pliš, Obruč, slowenischer Snežnik). Das ganze Gebiet zeigt alle Merkmale des wasserlosen Karsts mit mediterranen Wäldern und Wiesen auf. Die Ćićarija ist größtenteils mit Schwarzkiefer-Wäldern und Wacholder (smrikva, brinja) bedeckt. In den restlichen Gebieten überwiegen Buchenwälder.
Das Gipfelgebiet der Ćićarija setzt sich aus mehreren parallelen Gipfelketten zusammen, unter denen bergsteigerisch der Planik, Šija, Crni vrh, Orljak, Gomila und Žbevnica die interessantesten sind. Bei schönem Wetter erstreckt sich von den meisten Gipfeln der Ćićarija eine schöne Aussicht auf Istrien, die Gebirge der Region Gorski kotar, auf den slowenischen Snežnik und die Julischen Alpen. Von den Westhängen der Ćićarija sind Koper und Triest, von den Osthängen Rijeka, das Kroatische Küstenland, sowie die Inseln Cres und Krk sichtbar.
Die blaue Linie kommt in Kroatien auf dem Ćićarija-Gebirge aus der Richtung des Slavnik in Slowenien an. Auf dem westlichsten “Tausender” Kroatiens, dem Žbevnica, besteht ein Verbindungsweg für den bergsteigerischen Übergang aus Slowenien nach Kroatien. Dieser Weg ist unter dem Namen “Sakoman-Weg” (Sakomanov put) bekannt, nach dem Bergsteiger Josip Sakoman benannt, der die Bergwanderwege in Istrien trassierte; er kann jedoch, wegen dem Status der Schengener Grenze bis weiteres nicht benutzt werden, sodass für die Überquerung der Staatsgrenze der Grenzübergang Slum – Rakitovec benutzt werden muss.
Als Variante für jene Wanderer, die Istrien besser kennenlernen wollen, wird die Strecke des Europäischen Fernwanderwegs (E-12) von Plovanija bis Motovun empfohlen, von dort aus die Strecke des Istrischen Bergwanderwegs (IPP) bis Buzet und Brest unter dem Žbevnica.
Vom Grenzübergang Slum – Rakitovec erreicht man über die Straße nach 3 km das Dorf Brest, von diesem aus über die Bergwandermarkierung den Berg Žbevnica. Vom Žbevnica, sowie weiter auf der Ćićarija und der Učka, verfolgt die blaue Linie den Abschnitt des IPP (bis zum Poklon und dem Gipfel Vojak). Der Weg ist mit Bergwandermarkierungen gekennzeichnet und das ganze Jahr hindurch leicht begehbar. Die wichtigsten Ausgangspunkte für Ausflüge auf die Ćićarija befinden sich auf der Asphaltstraße, die aus Lupoglav nach Lanišće, Račja Vas, Raspor und Trstenik, mit einem Abstieg über Brest nach Buzet, führt. In Račja Vas zweigt die alte Veprinac-Straße ab, die als nächster Zugang zum Orljak, Šija und Planik dienen kann. Dank seiner Höhe ist auch der Zugang vom Poklon günstig. Fast alle Gipfel bieten eine weite Aussicht.

  • Grenzübergang Slum – Rakitovec
  • Dorf Brest
  • Berg Žbevnica
  • Dorf Trstenik
  • Dorf Rašpor
  • Dorf Račja Vas
  • Veprinac-Weg
  • (Dorf Lanišće)
  • Gipfel Orljak
  • Berghaus Korita
  • Gipfel Veliki Planik

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