Via Dinarica HR-W-21 Die Promina – Variante der Weißen Linie

Die Promina – Variante der Weißen Linie

Via Dinarica HR-W-21

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Im weiten Gebiet am Krka-Fluss, westlich von Knin befindet sich das interessante Promina-Gebirge. Die Promina-Variante der weißen Linie der Via Dinarica ermöglicht es, den mittleren Fluss der Krka und das Promina-Gebirge kennenzulernen, sowie eine Wanderung über den bildhaften Gipfel des Kijevski Bat Richtung Kijevo, wo sie sich wieder mit der mittleren Strecke des Wegs verbindet.
Die Promina-Variante beginnt mit der Straßenabzweigung von der Straße Gračac – Knin (Richtung Benkovac, Zadar und Kistanje). Nach 11 km Richtung Süden befindet sich die Straßenabzweigung nach Oklaj und Drniš. Wir steigen über diese Straße die attraktive Schlucht des Krka-Flusses, überqueren den Fluss über eine Reihe von Brücken und steigen dann in Windungen wieder auf die Hochebene auf, auf der wir weiter Richtung Drniš wandern.
Die Straße und der markierte Bergwanderweg zur Berghütte auf der Promina beginnt im Dorf Lišnjak auf der Südwestseite des Gebirges, auf der Straße nach Drniš. Der Aufstieg von Lišnjak zur Berghütte Promina dauert 2 Stunden.
Die Promina ist ein verhältnismäßig kleines einsames Gebirge, das wie eine Insel auf der Skradin-Kistanje-Hochebene liegt. Obwohl sie zum dinaridischen Kalkmassiv gehört, zeigen ihre Felsen eine besondere Struktur, die im geologischen Fach unter dem Namen Prominaschichten bekannt sind. Die pflanzlichen und tierischen Versteinerungen im Mergel der Promina sind schon seit jeher Gegenstand von regem fachlichen Interesse. Die Promina ist das einzige dalmatinische Gebirge reich an Erz. Die ehemaligen Kohlenbergwerke sind heute ausgeschöpft, es bestehen aber Bauxitlagerstätten, sogar in der Nähe des Gipfels. An den Gebirgshängen existierte vor sehr langer Zeit die Stadt Promona, die wichtigste Festung des illyrischen Volksstammes der Liburner. Am nordwestlichen Fuß der Promina bei Oklaj befinden sich wertvolle römische Ruinen, am bekanntesten sind aber die zahlreichen archäologischen Funde aus der Anfangsperiode des kroatischen Staats, z.B. das Bistum mit fünf Kirchen (Biskupija s pet crkvi), die Stiftung des Fürsten Muncimir aus dem Jahr 895 in Uzdolj. Während des Kroatienkriegs wurde die Gipfelzone der Promina von Kriegsoperationen erfasst. Aus diesem Grund wird beim Bergwandern auf den Gipfel ausschließlich die Nutzung der Straße empfohlen, die vollkommen sicher ist.
Von der Promina steigen wir über den markierten Weg nach Siverić ab, wo sich eine Bahnstation befindet. Die Straße führt über Felder durch das Dorf Parčić Richtung Vrlika und steigt allmählich über grasiges Gelände auf den Bergpass auf dem Kijevski Kozjak auf. Vom Bergpass erreicht man orientierungsmäßig leicht den Gipfel Kijevski Bat, von dem sich ein übersichtlicher Ausblick auf das Dinara-Gebirge erstreckt. Der markierte Weg steigt vom Gipfel des Kozjak nach Kijevo ab, von wo aus man auf der Straße über die Felder leicht die Quelle des Cetina-Flusses und die Verbindung mit der Hauptstrecke der weißen Linie der Via Dinarica erreicht.
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