Via Dinarica HR-W-22 Von Knin nach Brezovac

Von Knin nach Brezovac

Via Dinarica HR-W-22

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Die Dinara ist das höchste Gebirge in Kroatien und eines der bildhaftesten in Dalmatien und dem dalmatinischen Hinterland. Obwohl sie sich keiner besonderen Höhe rühmt – sie übersteigt keine 2000 Meter, stellt sie in ihrer Form und Länge eines der ausdrucksvollsten kroatischen Gebirge dar. Ihr mächtiges Massiv, 20 km lang und fast 10 km breit, erhebt sich als natürliche Grenze zwischen Dalmatien und Bosnien und teilt wie ein Wall zwei verschiedene Welten: die mediterrane und die kontinentale.
Die Dinara ist nicht nur der höchste kroatische Gipfel, sondern auch ein außergewöhnlich schönes Gebirge. Ihr einige hundert Meter hoher südwestlicher Felsen ist in seiner Größe mitreißend und zieht die Blicke aller an, die sich an seinem Fuß befinden. Eine besondere Schönheit sichern ihr zur gleichen Zeit reiche Blumenwiesen und Wälder, die es nicht verraten, dass es sich hier um eine Gebiet wasserlosen Karsts handelt.
Der Name Dinara ist zum Symbol der größten Gebirgskette auf dem Balkan geworden. In der Antike hieß das Gebirge Adrion oros, die Entstehung des heutigen Namens ist unklar, wahrscheinlich ist er eine historische Spur des illyrischen Volksstammes der Dinariden, die auf der Ostseite des Gebirges lebten.
In der Stadt Knin sind die Festung auf dem Felsgipfel, sowie der Krčić-Wasserfall in unmittelbarer Nähe der Quelle des Krka-Flusses einen Besuch wert. Im Zuge der Errichtung des Bergwanderwegs auf der Dinara (konzipiert, aber noch nicht realisiert) ist auch die Markierung eines direkten Wegs vom Krčić-Wasserfall Richtung Badanj und Brezovac geplant. Bis dahin ist aber Suvo polje, eine weite Hochebene auf halber Gebirgshöhe, der wichtigste Startpunkt für den Aufstieg auf die Dinara aus der Richtung Knin. Aus Knin geht es mit dem Auto von der Kurve der Straße Zagreb – Split beim Dorf Kovačići (am Rande von Knin) Richtung Grahovo 1,5 km bis zum kleinen Dorf Jelići, und hier über die rechte enge Straße durch das Dorf Guge Richtung Dinara. Gleich nach dem letzten Haus in Guge bricht der Asphalt ab, und die Dinara-Straße biegt rechts über eine kleine Brücke ab. Es folgt ein 18 km langer Aufstieg über eine breite Schotterstraße, stellenweise steil und schlecht instandgehalten, bis zu Suvo polje. Die Straße nach Suvo polje und Markov grob ist schlecht, aber für PKWs und Busse befahrbar, danach geht es nur mit Geländewagen weiter. Man kann Suvo polje aus Guge auch zu Fuß über die Markierung erreichen, die die Straße abkürzt. Dieser Zugang ist jedoch lang und anstrengend. Am Anfang des Suvo polje, an der Markov grob genannten Stelle, befindet sich eine weite, zum Parken geeignete Ausweitung. Vom Suvo polje ist der ausdrucksvolle südwestliche Felsen der Dinara gut zu sehen, links von ihm der bildhafte Gipfel Badanj, an dem der Weg nach Brezovac führt. Die Markierung führt über Wiesen, später über die Versorgungsstraße nach Brezovac und in 1:30 h erreicht sie den Fuß des Badanj. Der Weg umgeht den Badanj von linker Seite, danach steigt er 20 Minuten in die Karstsenke Brezovac ab, an deren rechtem Rand sich ein Berghaus befindet.
Die Aufstiege auf den Gipfel der Dinara verlangen eine gute Körperkondition, da die Zugänge lang, steil und anstrengend sind. Mit dem Ziel der Popularisierung der Dinara organisiert der Kroatische Bergsteigerverband mit den Vereinen aus Knin und Kijevo jedes Jahr einen gemeinsamen Aufstieg auf ihren Gipfel.

  • Knin
  • Krčić-Wasserfall
  • Badanj
  • Brezovac

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